KONTRABACH<>Friedemann Treiber

 

Dienstag, 3.März 2026, 20.00 Uhr

Kontrabach ist tief, Kontrabach ist düster, trotzdem ist Kontrabach ein Elebnis für jedermann, eine Horizonterweiterung.

In den Arrangements von Kontrabach zeigt sich J.S. Bachs Musik von einer ganz eigenen, neuen Seite. Die Besonderheit ist die sehr eigenwillige und gewagte Instrumentierung mit Kontrabassklarinette und Kontrabass. Marc Lardon und Daniel Sailer gelingt mit ihren Interpretationen der Spagat zwischen Barock und Gegenwart. Die Musik klingt meist zwei Oktaven tiefer, als gewohnt, Akkorde erinnern teilweise eher an Clusters aber die Musik bleibt trotzdem jederzeit harmonisch und verständlich und besticht gleichzeitig durch eine neue Qualität und Eigenständigkeit.

«Im letztjährigen Programm haben wir mit der Uraufführung des Werks „La harpa da taghel“ von David Sontòn Caflisch aus dem Jahr 2024 den Schritt in die Gegenwart vollzogen. Und auch dieses Jahr spielen wir in unserem Programm neben Bach wieder zeitgenössische Musik. Die Besetzung Kontrabassklarinette und Kontrabass ist geradezu prädestiniert für neue musikalische Experimente. Wieder ist es eine Komposition, die eigens für uns geschrieben wurde. Der Basler Komponist Friedemann Treiber hat für uns das Werk „Expanding fields and horizons“ geschaffen, welches wir in unserem diesjährigen Programm uraufführen werden.

Die Komposition dauert etwa 30 Minuten und bildet eine Hälfte des Konzerts, die andere Hälfte spielen wir Musik von J.S.Bach.»

Marc Lardon, Kontrabassklarinette
Daniel Sailer, Kontrabass

Friedemann A. Treiber (*1971)
„Expanding fields and horizons“ für Kontrabassklarinette und Kontrabass (2025)
Bereits im Jahre 2003 erhielt ich von David Sontòn Caflisch den Auftrag,ein Quartett nach Skulpturen der Künstlerin Sibilla Caflisch für Flöte (auch Piccolo), Violine, Bassklarinette (auch Kontrabassklarinette) und Kontrabass zu schreiben.
Dieses Werk erlebte mit dem Ensemble ö! im Jahre 2004 in Chur unter dem Titel «Perspektiven» seine Uraufführung. 
Mitwirkende waren neben David Sontòn Caflisch,Violine und Riccarda Caflisch,Flöte auch die beiden Musiker von „Kontrabach“ Daniel Sailer, Kontrabass und Marc Lardon, Bass- und Kontrabassklarinette.
Schon damals reizte mich die ungewöhnliche Kombination von zwei hohen und zwei tiefen Instrumenten und die Auslotung von deren instrumentalen und musikalischen Möglichkeiten.

Im Jahre 2025 trat das Duo „Kontrabach“ an mich heran, ob ich ein Werk für die spezielle Besetzung Kontrabass und Kontrabassklarinette schreiben würde. Ich war fasziniert von dieser Idee. „Expanding fields and horizons“ knüpft an die Besetzung der «Perspektiven» (2003/04) an, geht aber doch einen entscheidenden Schritt weiter, sowohl was die ausschliessliche Verwendung zweier sehr tiefer Instrumente als auch die zeitliche Ausdehnung betrifft. Trotz der extrem tiefen Lage haben beide Instrumente dennoch einen enormen Tonumfang bis in die Höhe. Wiederum war es sehr reizvoll für mich, die Grenzen der beiden Instrumente auszuloten , ganz im Sinne des Titels „Expanding fields and horizons“, damit es für das Publikum nach viel mehr als einem Duo zweier tiefer Instrumente klingt. Das Werk trägt das Motto «… de profundis…» aus dem Psalm 130 des alten Testaments.

Ganz in Anlehnung an diesen Psalm geht es um transzendentale Erweiterungen in mehreren Anläufen und Wellen, hie und da auch durchsetzt mit minimalistischen Elementen, von einer anfänglich zutiefst düsteren Klangwelt bis hin zu einer hoffnungsvollen Aufhellung am Schluss.
So erschliessen sich beide Instrumente im Verlauf des ca. 30 minütigen Werkes immer mehr den gesamten Tonambitus aus der Tiefe bis ins hohe Register.
Das Werk spielt auch mit dem Zeitgefühl der Zuhörer*innen, so dass viele musikalische Entwicklungen wie in Zeitlupe erscheinen.

Basel, im Oktober 2025

Konzertprogramm:

„Duetto Nr.1“ e-moll, BWV 802
„Adagissimo“ aus dem Capriccio b-moll, BWV 992
„Fuga c-moll“ (unvollendet), BWV 906
„Expanding fields and horizons“ Friedemann Treiber 2025 (UA)

Kontakt: marclardon(a)gmx.ch, +41 79 719 15 01

Website: www.marclardon.rocks

Eitrittspreise: Normal 30.-, Schüler, Studenten 15.-

Kein Vorverkauf, Abendkasse

 


 

SPANISH TRANSFORMATIONS

 

Sonntag, 8. März 2026, 18:30 Uhr, Kleines Refektorium.

EP-Release Konzert mit
Gitarrist Christian Fergo

EP-Album-Release-Konzert.
Das Konzertprogramm feiert die Faszination der Poesie in musikalischen Metamorphosen anhand von grossen Klassikern der spanischen Musik und Romantik.
Auf seinem neuen EP-Album „Spanish Transformations“ zelebriert der Gitarrist Christian Fergo einige der bekanntesten Gitarrentranskriptionen des spanischen Repertoires des 20. Jahrhunderts. In diesem Konzert werden diese Werke durch Originalmusik von Francisco Tarrega, dem Vater der modernen spanischen Gitarre, eingerahmt, der selbst ein Pionier der Kunst der Gitarrentranskription war. Das Konzert wird teilweise auf einer historischen spanischen Gitarre von Enrique Garcia aus dem Jahr 1901 gespielt, die mit Darm- und Seidensaiten bespannt ist. Eine seltene Gelegenheit, ein solches Instrument von einem der größten Gitarrenbauer der Geschichte zu hören, dessen Instrumente Tarrega selbst spielte.

Musik von: Albeniz, Chaminade, Granados und Tarrega.

Webseite: www.christianfergo.com

Abendkasse. Eintritt: CHF 30 / 15 CHF (Kinder)

Einlass: 30 Min. vor Konzertbeginn
Konzertdauer: ca. 55 Min. ohne Pause.